Aseptische Knie- und Femurkopfnekrose
Häufigkeit
Circa 5-7000 Patienten erkranken jährlich an einer Hüftkopfnekrose in Deutschland. Die Ursache ist unbekannt, kann aber durch die Einnahme von Kortison sowie Alkohol ausgelöst werden und durch Unfälle. Sie kommt öfters bei Männern vor und beginnt üblicherweise zwischen 50 und 60 Jahren und ist daher eine häufige Ursache von Invalidität bei jüngeren aktiven Leuten. Knienekrose kommt je nach Statistik zwischen 3% für fünfzigjährige und 9% bei 65 jährige vor.
Eine andere ähnliche Krankheit ist das schmerzhafte Knochenmarködem, speziell der Hüfte. Hier wird eine Störung des lokalen Blutflusses diskutiert, die für den Hüftschmerz verantwortlich ist. Meistens heilt diese Krankheit spontan in 6-8 Monaten, manchmal kann sie sich zur Hüftnekrose entwickeln. In beiden Krankheiten ist der Hüftschmerz, leicht oder diffus, das erste Krankheitszeichen.
Merkmale der Hüftkopfnekrose
Durch lokale Durchblutungsstörungen kommt es zu einer Knochenzerstörung. Am Anfang hat der Patient Hüftschmerzen, später ist die Beweglichkeit eingeschränkt. Die Diagnose sollte mittels MRI so schnell wie möglich gestellt werden, falls der Patient wissen will ob er für HBOT qualifiziert. Wenn nicht schnell gehandelt wird, kommt nur noch ein Gelenkersatz in Frage.
Behandlungsziele
Da die Hüftkopfnekrose und das resistente Knochenmarködem oft junge Patienten befallen und möglicherweise zur Knochenzerstörung mit Gelenkersatz führen kann, ist eine Frühdiagnose verbunden mit einer nicht chirurgischen Behandlung äusserst wichtig. HBOT kommt nur in Frage bis zum Stadium nach Ficat II.
HBOT kann den Schmerz lindern oder zum Verschwinden bringen, zusätzlich kann der zerstörte Knochen wiederhergestellt werden und der Gelenkersatz vermieden werden. Beim Knochenmarkoedem kann HBOT den normalen Heilungsverlauf beschleunigen und die refraktären Fälle zur Heilung bringen.
Hyperbare Sauerstofftherapie und aseptische Knie- und Femurkopfnekrose
- 2020: HBOT verbessert die Lebensqualität von Patienten mit avaskulärer Nekrose des Femurkopfes und wird von den Patienten gut vertragen und akzeptiert.
- 2021: HBOT gilt als sichere Alternative mit zufriedenstellenden klinischen und radiologischen Ergebnissen und geringer Komplikationsrate gegen den Kollaps der avaskulären Nekrose des Femurkopfes.
- 2025: HBOT bietet eine gute klinische und radiologische Verbesserung und ist eine wirksame, sichere und nicht-invasive Behandlung für Patienten im Frühstadium einer aseptischen Hüftnekrose
2010: HBOT kann den Zerfall der Femurkopfnekrose stoppen. Der Schmerz war nach 6 Wochen deutlich vermindert und die Beweglichkeit des Hüftgelenkes viel besser. Im MR war der Knochenverlust nach der Behandlung deutlich kleiner. Alle Patienten konnten die Hüftprothese vermeiden und bei allen blieb die andere Seite ohne neue Knochennekrose.
- 2004: Man hat auch gute Resultate bei Kindern und Teenagern gefunden worden, die wegen Leukämie mit Kortison behandelt worden sind.
- 2019: HBOT könnte positive Auswirkungen auf Kinder mit Osteonekrose haben.
- 2010: Diese guten Resultate konnten mit MR Kontrollen nach 1 und 7 Jahren bestätigt werden.
- 2015: Eine neuere Untersuchung zeigt eine Erfolgsrate von 98% 11 Jahr nach der HBOT Therapie.
- 2024: Ähnlich wie andere Studien, zeigt unsere Arbeit eine Verhinderung des Fortschreitens aseptischen femoralen Kopfnekrose mit HBOT.
- 2021: Diese Metaanalyse zeigt, dass HBOT eine deutliche klinische Verbesserung bei Patienten mit Femurkopfnekrose bringen kann.
- 2025: Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass HBOT nicht als wirksame Maßnahme zur Behandlung einer frühen Femurkopfnekrose angesehen werden kann.
- 2011: HBOT hat eine bessere Heilung beim Knochenmarkoedem als Patienten ohne HBOT.
- 2023: HBOT erlaubt ein schnelleres Abheilen des Knochenmarkoedems
2023: Die Nekrose verkleinerte sich deutlich mit HBOT blieb hingegen unverändert mit der konventionellen Kombination von Gewichtsentlastung und alendronate.
- 2021: HBOT soll so gut sein wie die chirurgische Kerndekompression
- 2022: Die Kombination von HBOT und Kerndekompression soll noch besser sei.
- 2026: Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass HBOT ein vielversprechendes Potenzial für die Behandlung der nicht-traumatischen Femurkopfnekrose bietet, mit einer ähnlichen Wirksamkeit wie bei Kerndekompression.
Praktischer Einsatz der HBOT
Üblicherweise werden 30 bis mehr tägliche Behandlung durchgeführt. HBOT sollte bei Patienten im Frühstadium der Knochennekrose und des Knochenoedems in Betracht gezogen werden.